Abschluss der einjährigen Qualifizierung

Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Die einjährige Qualifizierung erfolgte im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen und wird in Kooperation zwischen der DRK-Heinrich-Schwesternschaft e.V., dem Hebammenverband Schleswig-Holstein e.V. und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung durchgeführt. Im Juli haben die Teilnehmerinnen der bundesweit nachgefragten Weiterbildung erfolgreich ihre praktischen und mündlichen Prüfungen abgelegt. Feierlich überreicht wurden die Zertifikate von Anja Reimers, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Maria Lüdeke, Vorsitzende der DRK-Heinrich-Schwesternschaft e.V. und Bärbel Noack-Stürck, Hebammenverband Schleswig-Holstein e.V. Die Abschlussarbeiten der Absolventinnen beinhalten die Entwicklung von Projekten aus ihren jeweiligen Arbeitsgebieten. Frau Lüdeke sprach von einem außerordentlichen Erfolg. Sie betonte, dass die Projekte sehr innovativ seien und neue Formen der Unterstützung und Gesundheitsprävention von Eltern und Familien mit Kindern böten. Gefördert wird die Qualifizierung aus den Bundesmitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen. Der nächste Kurs startet bereits im August dieses Jahres mit 19 Teilnehmerinnen.

Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenschwestern unterstützen Familien und Eltern vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des dritten Lebensjahres des Kindes. Es ist ein präventives Angebot, dass sich an alle Eltern richtet und maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern beiträgt. Für Familien in Problemlagen gibt es gezielte Unterstützungsangebote. Ein besonderes Augenmerk richtet sich beispielsweise auf sehr junge Eltern, Familien mit Migrationshintergrund und Alleinerziehende. Die Expertinnen ihres Faches beraten und begleiten die Familien. Sie vernetzen andere präventive Angebote und Berufsgruppen bzw. Einrichtungen, wie Kinderärzte, Erziehungsberatungsstellen, Eltern-Kind-Gruppen, Jugend- und Gesundheitsämtern sowie Frühförderungsstellen.                 

Die Weiterbildung wird seit 2009 jährlich von der DRK-Heinrich-Schwesternschaft e.V. in Kooperation mit dem Hebammenverband Schleswig-Holstein e.V. und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein angeboten. Inhaltliche Grundlage sind die Kompetenzprofile für Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenschwestern des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen.  Dieses wurde 2007 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gegründet.