Damals und
heute

Historie

1906

Auf Initiative der Prinzessin Irene Heinrich von Preußen wird die "Gesellschaft Heinrich-Kinder-Hospital" gegründet, die mit dem Kauf eines Hauses am Lorentzendamm 10 das Heinrich-Kinderhospital, das sogenannte "Hei-Ki-Ho", ins Leben ruft. Die Prinzessin hatte 1904 ihren kleinen Sohn durch schwere Krankheit verloren. Vom ersten Tag an engagiert sie sich für die Ausbildung von Säuglings- und Kinderkrankenschwestern und für die Bedürfnisse der Kinder.

1914-17

In den Wirren des Ersten Weltkrieges kommt es zu einem Mangel an Pflegekräften. Prinzessin Irene lässt Unterrichtskräfte zur Ausbildung von Säuglings- und Kinderkrankenschwestern aus Berlin ins Heinrich-Kinder-Hospital kommen und baut eine Lehranstalt auf. Nach zweijähriger Lehrzeit absolvieren die ersten fünf Schülerinnen ihre Prüfung mit staatlicher Anerkennung.

Prinzessin Irene Heinrich von Preußen gründet die "Heinrich-Kinder-Hospital-Schwesternvereinigung", die eng mit der Schule und dem Hospital verbunden ist. Sie wird als Verein eingetragen. Mit der Gründung sollen die Schwestern gesellschaftliches Ansehen sowie Schutz erhalten. Darüber hinaus will sie die Versorgung mit sehr gut ausgebildeten Pflegekräften gewährleisten. Die Schwestern erhalten eine Tracht bestehend aus einer Mullhaube, Arbeitskleid, Mantel, Festkleid und einer Brosche mit den Initialien der Prinzessin. Die Lehranstalt für Säuglings- und Kinderkrankenpflege erhält die staatliche Ausbildungsgenehmigung.

1921

Das Heinrich-Kinderhospital wird aus finanziellen Gründen verkauft und den Christian-Albrechts-Universitätskliniken angegliedert. Die Heinrich-Schwestern schließen sich zu einer freien Vereinigung zusammen, die den Namen "Schwesternschaft des Heinrich-Kinder-Hospitals" trägt. Frau Elsa Schmidt wird erste Oberin.

1928

Beitritt der Schwesternschaft zum "Reichsverband der Säuglings- und Kleinkinderschwestern", der sich für die Wahrung gemeinsamer Interessen aller angeschlossenen Schwestern, insbesondere der Hebung ihrer geistigen, wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen sowie Förderung der Aus- und Fortbildung, einsetzt.

1936

Die Schwesternschaft wird der Freien Wohlfahrtspflege der NSDAP unterstellt.

1937

Die Heinrich Schwesternschaft schließt sich dem Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz und somit der internationalen Rot Kreuz Bewegung, ihren Grundsätzen und Zielen an. Mit diesem Schritt kann die Selbständigkeit und Ausbildungsträgerschaft der Schwesternschaft gesichert werden. Die Leitung übernimmt Frau Oberin Gertrud Köhn.

1941-44

Aus Sicherheitsgründen wird ein Teil der Klinik ins Herrenhaus auf Gut Behl bei Plön verlagert, mit dem Ziel, die Kinder weitgehend vor den Kriegswirren zu verschonen. Das Mutterhaus der Schwesternschaft bleibt weiterhin im Lorentzendamm 17 in Kiel. Bei einem Bombenangriff am 22. Mai 1944 in Kiel wird das Heinrich-Kinder-Hospital mit seinen vier Häusern komplett zerstört. Die Kinder, Schwestern und Mitarbeiter, die noch in der Kinderklinik eingesetzt waren, wurden im Mutterhaus untergebracht.

1945-46

Der Wiederaufbau des stark beschädigten Mutterhauses beginnt. Die evakuierten Abteilungen des Heinrich-Kinder-Hospital werden in Gebäuden der Fröbelstrasse in Kiel zusammengeführt.

1948

Heinrich-Schwestern gehen in den internationalen Einsatz.

1953

Prinzessin Irene Heinrich von Preußen stirbt. Sie war bis zu ihrem Tod eng mit der Schwesternschaft und der Kinderklinik verbunden.

1954-65

Bis 1965 ändert sich das Krankenpflegegesetz zur 3-jährigen Ausbildung.

1973

Gestellung im Norddeutschen Epilepsiezentrum und Internat für Kinder. Träger ist der DRK-Landesverband Schleswig-Holstein.

1977

Der Neubau der heutigen Kinderklinik des Universitätslinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, am Schwanenweg wird am 2. Juni feierlich eingeweiht.

1984

Gestellung mit der Kinderklinik Satteldüne auf Amrum. Träger ist die LVA.

1991

Die Tracht der DRK-Schwestern wird durch die Imagekleidung ersetzt.

1998

Erstausgabe der Mitgliederzeitung "Bei Heinrichs".

2006

Am 28.3.2006 feiert die DRK-Heinrich-Schwesternschaft e.V. ihr 100-jähriges Bestehen mit weit über 200 Gästen in der Industrie- und Handelskammer in Kiel. Im selben Jahr feiert die Universitätskinderklinik, also das alte Heinrich-Kinder-Hospital, ebenfalls den 100. Geburtstag.

2007

Verkauf des Mutterhauses am Lorentzendamm. Umzug in die Räumlichkeiten der DRK-Anschar-Schwesternschaft e.V. am Kronshagener Weg 128a.

2009

Gründung des Brückenteams für die ambulante Versorgung von Familien mit schwerstkranken Kindern und Jugendlichen.

Initiierung der Qualifikation zur Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.

2010

Baubeginn des neuen Heinrichs Familienhauses am Kronshagener Weg 130c. Wegen des harten Winters konnte der Bau mit zwei Monaten Verspätung erst im März begonnen werden. Bereits Mitte November können die Kindergartenkinder in ihre neue KITA einziehen. Im Dezember folgt die obere Etage.

2011

Erster Tag der offenen Tür am 29. Januar im neuen Heinrichs Familienhaus.

150 Jahre Deutsches Rotes Kreuz

Lesen Sie hier mehr...